Unter einer dichten Schneedecke verborgen liegt ein Dorf voller lebhafter Bewohner, die, dick eingepackt in folkloristisch anmutende Mäntel, geschneidert aus den Häuten wundersamer Biester, links und rechts der schmalen Hauptstraße ihre Waren wohlfeil bieten, von allerhand Nützlichem bis hin zu geschmacklosem Tand. Kurios und träumerisch.

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Am Horizont braut sich ein heftiges Unwetter zusammen. Pechschwarze Wolken türmen sich bedrohlich haushoch aufeinander, das Blau des Himmels ist einem unwirklichen Gelbton gewichen. Vielschichter, zunehmend spannender werdender, hybrider Track.
Schwelende Hitze hängt seit Tagen drückend über dem Land, doch in der Ferne fallen die ersten Regentropfen des erlösenden Unwetters. Brütend und hektisch, gegen Ende ruhiger.
Smogalarm in dutzenden deutschen Innenstädten: Die Rekordhitze hält die Emissionen der sich im Berufsverkehr aufstauenden Privat-PKW dicht über dem grauen Asphalt der Fahrbahn gefangen. Fahrverbote drohen, es besteht akute Gefahr für die Gesundheit.
Unkontrollierte Feuer breiten sich in mehreren Stadtvierteln rund um das urbane Epizentrum der Metropolregion aus, das Verkehrsnetz der Megacity droht zusammenzubrechen. Unzählige Pendler aus den Trabantensiedlungen am Stadtrand sind gezwungen, die Nacht am Arbeitsplatz zu verbringen. Schicksalshaft, mit emotionalem Violinpart ab der Hälfte.
In den vergangenen Jahren schwand das Eis bis zu drei Mal schneller als im 20. Jahrhundert. Forscher prophezeien: Das Schmelzen lässt sich nicht mehr aufhalten. Subtil unerbittlich.
Immer früher im Jahreszyklus haben Industrieländer wie Deutschland ihr jährliches Emissionskontigent aufgebraucht. Elektronisch schwelend, durchsetzt von metallischen Akzenten.
Die Zeit wird knapp, beherztes Handeln ist gefordert. Nachdenklich-ernst und dringlich.
Während die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung der letzten noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke beschließt, schließt sich mit rasender Geschwindigkeit der winzige Spalt im Zeitfenster um die verheerenden Folgen des menschengemachten Klimawandels noch in letzter Sekunde umzukehren. Düster tickend.
Ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart, mehr als 30 Prozent der Haie und Rochen sowie 40 Prozent der Amphibienarten sind bedroht: Wir befinden uns mitten im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Pulsierend, mit trauervollen Unterton.